ESCAPE TOUR BAD KISSINGENDAS ORIGINAL
 

Escape Tour "Kissinger Chroniken"

Diese Team-Tour verbindet ein spannendes Rätselabenteuer mit echter Bad Kissinger Geschichte! Die vier Teams – Fürst Bismarck, Kaiserin Sissi, König Ludwig II. und Peter Heil – tragen die Namen von Persönlichkeiten, die tatsächlich eng mit Bad Kissingen verbunden sind. Weiter unten erfahrt ihr, was es mit diesen vier historischen Figuren wirklich auf sich hat.


Vier Namen, vier echte Geschichten

 Fürst Otto von Bismarck – Das Attentat von 1874

Reichskanzler Otto von Bismarck war ein Stammgast in Bad Kissingen: Zwischen 1874 und 1893 verbrachte er insgesamt rund 66 Wochen in der Stadt und verfasste hier 1877 sein "Kissinger Diktat", in dem er die Grundzüge seiner Außenpolitik festlegte. Während seines ersten Kuraufenthalts 1874 verübte der Böttchergeselle Eduard Kullmann aus Protest gegen Bismarcks Kulturkampf gegen die katholische Kirche ein Attentat auf den Reichskanzler, bei dem dieser nur leicht verletzt wurde. Trotz des Anschlags kehrte Bismarck der Stadt nicht den Rücken – im Gegenteil, er schätzte seine Kissinger Kuren sehr.:

"Nächst Gott verdanke ich mein gutes Befinden und meine Gesundheit meinem Schweninger und Kissingen."
[Quelle: Wikibooks – Bad Kissinger Marienkapelle und ihr Friedhof]


Kaiserin Elisabeth ("Sissi") – Die Kurgästin vom Altenberg

Kaiserin Elisabeth kam sechs Mal zu Kuraufenthalten nach Bad Kissingen, wobei sie jedes Mal ein Kurprogramm absolvierte, das die Kissinger Brunnenärzte in Absprache mit dem Hof entwickelten. Dabei reiste sie unter dem Alias-Namen „Gräfin von Hohenems", um dem höfischen Protokoll zu entgehen, und verbrachte viel Zeit mit ausgedehnten Spaziergängen auf dem Altenberg, wo ihr 1907 ein Denkmal errichtet wurde. Ihr letzter Aufenthalt 1898 sollte nicht der letzte bleiben, so glaubte sie zumindest: 


"So Gott will, sehen wir uns im nächsten Jahr wieder."

Vier Monate später fiel sie in Genf einem Attentat zum Opfer.

[Quelle: Wikipedia – Elisabeth von Österreich-Ungarn in Bad Kissingen]

König Ludwig II. – Der junge König
1883 erhob er die Stadt schließlich offiziell zum "Bad".

Keiner der Wittelsbacher Herrscher verbrachte so viele Tage in Bad Kissingen wie König Ludwig II. – insgesamt fast zehn Wochen. Nur wenige Wochen nach seiner Thronbesteigung reiste er im Juni 1864 zur berühmten „Kaiserkur" an, bei der er in Bad Kissingen gemeinsam mit dem russischen Zarenpaar und dem österreichischen Kaiserpaar auf der Kurpromenade weilte. Den Kissingern hatte er zuvor versprochen:


"Ich werde Kissingen dasselbe sein, was mein seliger Vater ihm war.

[Quelle: Museum Obere Saline – König Ludwig II. und Bad Kissingen]


Peter Heil – Der Retter der Stadt

Anders als die drei gekrönten Häupter ist Peter Heil eine Sagenfigur – doch eine, an die in Bad Kissingen bis heute erinnert wird. Der Überlieferung nach belagerten 1645, im Dreißigjährigen Krieg, schwedische Truppen die Stadt. Als der Munition ausging und die Stadtmauer bereits Risse zeigte, hatte der Bürger Peter Heil die rettende Idee: Die Bienenkörbe der Stadt wurden von der Mauer auf die anstürmenden Schweden geschleudert – mit durchschlagendem Erfolg. Historisch belegt ist die Geschichte nicht, doch am Eisenstädter Platz erinnert bis heute ein Denkmal an den "Kissinger Helden".

Vier Schicksale, eine Stadt
Ein gestohlenes Eisernes Kreuz, eine geraubte Krone, verschwundene Blaupausen – die Rätselgeschichte der Kissinger Chroniken ist fiktiv. Die Namen, Orte und Persönlichkeiten dahinter aber sind es nicht: Bismarcks Kur-Attentat, Sissis Spaziergänge auf dem Altenberg, Ludwigs II. Kaiserkur und die Legende von Peter Heil erzählen echte Bad Kissinger Stadtgeschichte.

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